
Themenbearbeitung (unbedingt) einbezogen werden? Wer könnte versuchen die Arbeit zu be-/ver- hindern und aus welchem Interes- se?… Das Gespräch beim Kunden könn- te gleich (oder in einem zweiten Schritt) ein moderiertes Gruppen- interview mit allen Beteiligten sein! Diese Arbeitsphase ist zu Ende, wenn der Berater ausreichend In- formationen hat, deren Interpreta- tion es ihm ermöglicht ein Kon- zept zur Themenbearbeitung zu erstellen. Schritt 2: Interpretation Hat man als Berater sein Bild da- von, was der Kunde möchte und wie man das Thema angehen könnte, ist es notwendig, das Ganze mit Abstand zu betrachten. Im Idealfalle ist man dazu nicht allein, sondern im (Zweier-)Team. Man wird sich/einander dann fragen: Aus welchen offiziellen Gründen soll das Thema bearbeitet wer- den? Wer will damit/darüber hin- aus was erreichen? Wer ist vom Thema betroffen und in welcher Weise? Für wen ändert die The- menbearbeitung (möglicherweise) etwas und was? Was bedeutet das für denjenigen und für die an- deren? Wer steht wie zu wem?… Ziel dieser Arbeitsphase ist es, zu einer möglichst realistischen Einschätzung dessen zu kommen, was (wirklich) angestrebt ist, um darauf aufbauend ein treffendes und „anschlußfähiges“ Konzept zu erarbeiten. Schritt 3: Konzeption Mögliche Fragen zur Erstellung ei- nes (Grob-)Konzeptes auf der vor- handenen Datenbasis könnten sein: Was möchten die Beteiligten errei- chen und was kann unter den ge- gebenen Umständen erreicht wer- den? Was ist dazu die geeignete Vorgehensweise? Das konkrete ModerationsDesign hängt von der jeweiligen Zielset- zung ab. Die Er-/Überarbeitung ei- ner Vision oder (Teil-)Strategie wird anders ablaufen (müssen) als die Optimierung eines Ferti- gungs- oder Dienstleistungspro- zesses oder eine Konfliktmodera- tion. Schritt 4: Präsentation Das erdachte Konzept muß da- nach mit dem Auftraggeber ab- gestimmt werden. Hierzu stellen sich für die Prozessberater/Busi- nessModeratoren Fragen, wie: Wie präsentieren wir das Konzept so, daß (möglichst) keine Wider- stände dagegen entstehen? Wie erreichen wir eine möglichst hohe Akzeptanz und Identifikation mit dem geplanten Vorgehen?… Sinn und Zweck dieses Arbeits- schrittes ist die Präsentation und Abstimmung des erarbeiteten Konzeptes mit dem Auftraggeber. Es wird präsentiert, diskutiert und gegebenenfalls „an Ort und Stelle“ modifiziert. Hierzu sind Fragen zu klären, wie: Ist alles berücksichtigt worden, was dem Auftraggeber wichtig ist? Kann das so (wie angedacht) funktionieren? Soll/muß das Kon- zept noch jemandem präsentiert werden, um unnötige Widerstände zu vermeiden?… Am Ende der Präsentation steht der verbindliche Kontrakt für die konkrete Vorgehensweise/Intek- vention/Moderation. Schritt 5: Intervention Die Phase Intervention ist die zentrale Phase der Beratung. Jetzt wird das Thema/Problem „auf die Hörner genommen“. Dies beinhaltet in aller Regel die Durchführung eines Workshops oder einer Workshopreihe mit allen zur Themenbearbeitung notwendigen Organisationsmit- gliedern. Möglicherweise ist auch eine Großgruppen-Konferenz sinn- voll/erforderlich. Darüber hinaus ist häufig Coa- ching der entsprechenden Grup- pe und/oder des Auftraggebers hilfreich/notwendig. Was konkret getan wird, wurde bereits in den Schritten 3 und 4 entschieden. 3 …darüber hinaus ist häufig Coaching der Gruppe und/oder des Auftraggebers erforderlich.