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Das MODERATIO NOTIZenBUCH

2 In den 60er Jahren wurde vom „Quickborner Team“ (einer Unter- nehmensberatungsgesellschaft) und dessen Folgeorganisationen eine spezielle Art entwickelt, Gruppengespräche zu gestalten. Es entstanden die „Metaplan-Me- thode“ und die „ModerationsMe- thode“. In der Folge wurden von vielen Beratern und Trainern Variationen entwickelt und geschult. Meist wurde dafür die Bezeich- nung „Moderationsmethode“ benutzt. Was heute unter dieser Universalbezeichnung angebo- ten wird, ist nahezu unüberschau- bar. Selbst die einschlägige Lite- ratur ist äußerst unterschiedlich in ihrer Darbietung der Thematik. Will man Orientierung darüber ge- winnen, welche Ansätze prakti- sche Relevanz erlangt haben, kann man sich im Grunde nur auf die Standardwerke der Modera- tionsliteratur stützen. Hierzu muß - mit zwischenzeitlich weit über 250.000 (in mehreren Sprachen) ver- kauften Exemplaren - zweifelsohne auch „Visualisieren - Präsentieren - Moderieren“1 aus dem GABAL Verlag gezählt werden. Die dort dargestellte Methodik basiert auf der klassischen ModerationsMe- thode nach Klebert2 . Sie ist ergänzt um ein Strukturmo- dell, den MODERATIOnsZYKLUS™, zur Strukturierung einer gesamten Moderation und um zusätzliche Me- thoden zur Themenbearbeitung. Diese von MODERATIO „komponierte“ und seit vielen Jahren vermittelte spezielle Art der Gestaltung von Gruppengesprächen nennen wir MODERATIOnsMETHODE™. Sie ist gekennzeichnet durch sieben wesentliche Merkmale: Spezifische Sitzordnung/ Raumgestaltung Spezielle Medien und Hilfsmittel Arbeiten nach dem MODERATIOnsZYKLUS™ Prozeßbegleitende Visualisierung Arbeiten mit speziellen Problemstrukturierungs- methoden Einnehmen einer speziel- len Grundhaltung Nutzen einer speziellen Fragetechnik Die integrative Kombination aller Merkmale schafft beste Voraus- setzungen für den Erfolg einer Moderation. Ein zentrales Mittel zum Finden von Problemlösungen ist in mo- dernen Organisationen das Grup- pengespräch, das dazu dient, Pro- blemstellungen zu erörtern und Beschlüsse zur Problemlösung zu erarbeiten. Da Beschlüsse immer dann am tragfähigsten sind, wenn sich alle Beteiligten darin wieder- finden, ist es wichtig, daß die entsprechenden Gespräche angeregt und lebendig sind, jeder zu Wort kommt und sei- nen Standpunkt vertreten kann. Damit es dann aber nicht zum un- mäßigen Geschwätz oder gar zum Streitgespräch wird, muß es ge- mäßigt, gezügelt also moderiert werden. Je stärker der einzelne inhaltlich betroffen und „von seiner Sache überzeugt“ ist, desto schwieriger ist es für ihn, sich neutral zu ver- halten, Meinungen einander ge- genüberzustellen und sich und damit das Gespräch zu mäßigen, zu moderieren. Im Idealfalle wird deshalb ein „neutraler Dritter“ damit betraut die Gruppenmit- glieder zu moderieren und den Gesprächsverlauf zu strukturieren. Diese Person ist dann der Mode- rator. Von Moderation spricht man im Zusammenhang mit Gruppen- gesprächen allerdings nur dann, wenn der Leiter/Moderator mit der sogenannten MODERATIOns- METHODE™ arbeitet. Die MODERATIOnsMETHODE™ 1 2 3 4 5 6 7 1 „Visualisieren-Präsentieren-Moderieren“ sie- he Literaturverzeichnis auf der letzten Seite 2 Karin Klebert et al. gelten als die „Erfinder“ der „ModerationsMethode“. In der Moderation kann jeder sein(en) Teil beitragen Die Moderation von Gruppen