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Das MODERATIO NOTIZenBUCH

Name: Funktion: Dabei seit: Meine Stationen in der Organisation bisher ... Diese Fragen müssen natürlich mit den Fragen auf den bereits erwähnten „Eiskarten“ korres- pondieren, sprich: Die Fragen auf den Steckbriefen sind Fragen zur Person, die Fragen auf der „Eis- karte“ ergänzen die Fragen auf den Steckbriefen. Wird das World Café hingegen an einer späteren Stelle im Prozess eingesetzt, ändern sich die Fragen gemäß der entsprechen- den Zielsetzung. An der Eingangstür zum World Café werden die Teilnehmer gebe- ten, sich einen Platz an einem der Tische zu wählen. Erwünscht ist dabei in der Regel, dass jeder sich an einen Tisch mit ihm unbekannten oder wenig(er) ver- trauten Personen setzt. Wenn alle einen Platz eingenom- men haben, bittet der Moderator die Teilnehmer, an jedem Tisch einen „Gastgeber“ oder „Tisch- moderator“ zu wählen. Dieser hat dann die Aufgabe, das Geschehen am Tisch anzuleiten. Dazu gehört es, darauf zu achten, ... dass jeder am Tisch zu Wort kommt. dass die Arbeitsfragen „abgearbeitet“ werden. dass Gedanken nicht nur verbal ausgetauscht, sondern die Tischdecken als Visualisie- rungsmedium genutzt und Gedanken, Ideen, Kommentare ... einfach auf die Tischdecken „gekritzelt“ werden. dass, wenn das World Café als Sammelphase gedacht ist und mit den Nennungen später weitergearbeitet werden soll, Themenvorschläge auf die Karten geschrieben werden. Diese Aufgaben werden bei der Anmoderation dieser Phase erklärt. Unmittelbar danach beginnt die erste Gesprächsrunde. Nach ca. 30 Minuten endet die erste Runde, und die Teilnehmer werden gebeten, sich einen anderen Tisch zu suchen – nur der „Gastgeber“ bleibt an „seinem“ Tisch sitzen und darf gespannt sein, wer nun zu ihm kommen wird. Haben sich die neuen Gruppen gefunden, gibt der Tischmoderator einen kurzen Überblick über das, was an seinem Tisch in der letzen Runde diskutiert wurde, und bittet dann die neuen „Gäste“, die Arbeitsfragen zu beantworten ... Nach weiteren 20 bis 30 Minuten findet ein erneuter Tischwechsel statt, der „Gastgeber“ erwartet neue Gäste ... Nach wiederum ca. 30 Minuten geht das World Café – in aller Regel – mit der dritten Runde zu Ende. d) Abschluss Der Moderator bittet nun die „Gastgeber“, die Tischdecken Ihres Tisches abzunehmen. Diese werden dann alle nebenein- ander an Moderationswände ge- heftet, wo sie nun von allen Teilnehmern als Abschluss des Cafés besichtigt werden. Alternativ oder zusätzlich geben die Gastgeber die an ihrem Tisch während der Gesprächsrunden beschrifteten Moderationskarten den Moderatoren. Nach der „Vernissage“ der Tisch- decke wird dann mit diesen Karten nach der MODERATIOns- METHODE™ (vgl. Seifert, Josef W.: Visualisieren, Präsentieren, Mode- rieren, GABAL-Verlag, 21. Auflage 2004) weitergearbeitet. Der Moderator setzt dann mit der Gruppe einfach an dieser Stelle des Prozesses mit der „ganz normalen Businessmoderation“ auf. Er hat jetzt ideale Bedingun- gen, da die Gruppenmitglieder bereits miteinander „warm geworden“ sind. e) Dokumentation Die Dokumentation der Veranstal- tung wird, wie in der Business- Moderation üblich, per Fotopro- tokoll erledigt, das die Teilnehmer in Papierform, als CD oder Download-Link erhalten. Abschließend sei ein kleiner „Schönheitsfehler“ an diesem Moderationsdesign nicht verschwiegen: Ein World Café bringt einen relativ großen Aufbau- und ggf. Umbau-Aufwand für die Tagungsstätte mit sich, der in einem professionell geführten Haus allerdings zu keinen ernsthaften Schwierigkeiten führen sollte ..., zumal die Vorteile für die viele Mühe ent- lohnen. 3