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Das MODERATIO NOTIZenBUCH

Spezifische Sitzordnung/ Raumgestaltung Bei der Gestaltung von Gesprä- chen nach der MODERATIOnsME- THODE™ arbeitet man im Work- shop1 ohne Tische, im offenen Stuhlkreis. Dies hat verschiedene Vorteile: Jeder kann jeden sehen und unmittelbar mit ihm kommu- nizieren. Die physische Barriere zwischen den Teilnehmern fällt weg; man sitzt sich „offen“ gegenüber. Jeder kann (im Bedarfsfalle) ungehindert nach vorne zu den Medien gehen und etwas visualisieren. Wichtig ist, daß die Teilnehmer nicht wie im Kino hintereinander oder wie in der klassischen Konfe- renzsituation nebeneinander, son- dern einander zugewandt sitzen. Kleine Ablagetische zwischen den Stühlen können durchaus hilfreich sein. Spezielle Medien und Hilfsmittel Moderation bedarf spezieller Me- dien und Hilfsmittel2 . Diese sind: Pinwand Flip-Chart Moderationsmaterial Der Einsatz dieser Medien und Hilfsmittel ermöglicht das Arbeiten mit speziellen Techniken, wie etwa der bekannten „Kartenabfrage“. Arbeiten nach dem MODERATIOnsZYKLUS™ Der MODERATIOnsZYKLUS™ ist ein Strukturmodell (vgl. Seifert 2004, S. 98) für den Ablauf einer kompletten Moderation. Er teilt die Arbeitszeit der Gruppe in die „Zeitscheiben“: Einsteigen, Sam- meln, Auswählen, Bearbeiten, Pla- nen und Abschließen und gibt da- mit eine klare Struktur für die ge- meinsame Arbeit vor. Prozeßbegleitende Visualisierung Moderation lebt von Visualisie- rung. Sowohl die Ergebnisse als auch der Verlauf der gemeinsa- men Arbeit werden „schwarz auf weiß“ festgehalten. Warum ist das wichtig? Nun, „im normalen Sprechver- kehr kann ein Zuhörer maximal 8 bit/sec verstehend empfan- gen. Der Sprecher ist jedoch in der Lage, etwa 60 bit/sec zu er- zeugen. Das bedeutet, daß Sprechen in informativer Absicht hochredundant sein muß“ (Lay 1978, S. 150). Da dies aber die wenigsten von uns in einem (vielleicht hitzigen) Gruppengespräch beherzigen (können), muß die Information komprimiert und visualisiert werden, um das einmal Gesagte dauerhaft zur Verfügung zu haben. Wesentlich ist, daß die Visualisierung kontinuierlich für alle Gesprächsteilnehmer sicht- bar sein muß. Dadurch ist die Nutzung von Overhead-Projekto- ren ausgeschlossen; es werden die bereits angesprochenen Medien Pinwand und Flip-Chart verwendet. Arbeiten mit speziellen Problemstrukturierungs- methoden Zur Strukturierung und Visuali- sierung der gemeinsamen Arbeit stellt die MODERATIOnsMETHO- DE™ für jeden Schritt der Pro- blemlösungsarbeit spezielle Metho- den zur Verfügung. Diese reichen vom „Orientierungsflip“ im Schritt 1 bis zum „Abschlußblitzlicht“ im Schritt 63 . So kann der Moderator im gesamten Arbeitsprozeß die Aufmerksamkeit der Gruppe auf den jeweils aktuellen Punkt kon- zentrieren. Einnehmen einer speziellen Grundhaltung „Grundsätzlich kann man sagen, daß es sich auf die Leistung von Ge- sprächsgruppen positiv auswirkt, wenn sich der Ge- sprächsleiter als Fachmann für We- ge und Abläufe und nicht als Experte für den Gesprächsinhalt versteht“ (Myhsok 1993, S. 98). Dies ergibt sich im Grunde bereits aus der Wortbedeutung und der daraus dem Moderator zukommenden Rolle. Er hat sozusagen „von be- rufswegen keine Meinung“ zu ha- ben. In der Praxis ergeben sich aber unterschiedliche Situationen, und oftmals ist es gar nicht so einfach, diese neutrale „Modera- torenhaltung“ einzunehmen: 3 1 In der Besprechungs-Moderation mit klein- (st)en Gruppen am „runden“ Tisch ist dieses Merkmal situationsbedingt nicht gegeben; vgl. Seifert 2004. 2 Eine ausführliche Darstellung der Medien und Hilfsmittel fürs Moderieren finden Sie in der MODERATIO-Notiz 2 mit dem Titel „Zeitgemäße Hilfsmittel für professionelles Moderieren.“ 3 Eine ausführliche Darstellung der Einzeltechniken fürs Moderieren finden Sie in: Seifert, 2004. 2 1 6 5 4 3 Der MODERATIOnsZYKLUS™